Im Vorfeld zu Naziaufmarsch und 1000-Kreuze Marsch ist ein Zeitungsprojekt entstanden, für das verschiedene lokale Gruppen Artikel verfasst haben und das auf dieser Seite dokumentiert ist. Die Zeitung erscheint bei edition assemblage und wird in Münster bei den Aktionen und im Stadtgebiet verteilt. Ihr könnt sie aber auch in ausgedruckter Version gegen Portokosten bekommen, wendet euch dafür einfach an den Verlag oder die Gruppen, welche die Texte beigesteuert haben.

Ihr findet unten die gelyoutete .pdf-Version – ihr dürft die Zeitung selbstverständlich gerne runterladen, ausdrucken, vervielfältigen und verbreiten. Verwendung von Einzelteilen bitte mit Quellenangabe und mit Info an den Verlag und/oder die jeweilige Gruppe.

Online kann die Zeitung außerdem in gelayouteter Form komfortabel bei Issuu gelesen werden und alle Artikel stehen auf dieser Seite als Klartext zum Abruf bereit.

 

[ Zeitung als PDF | Zeitung bei Issuu ]

 

Gekommen um zu stören!

Nazis stoppen, fundamentalistische
      Abtreibungsgegner*innen abservieren …

 
Liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten,
liebe Gegendemonstrantinnen und Demonstranten,
liebe Störerinnen und Störer,

ihr lest ein Zeitungsprojekt, das wir anlässlich des Naziaufmarsches und des 1000-Kreuze Marsches 2012 in Münster erarbeitet haben. Ziel soll es sein, etwas mehr, als lediglich „Nazis raus“ oder „Mein Körper gehört mir“ zu thematisieren, denn weder Nazis, noch fundamentalistische Christ*innen fallen mit ihren menschenverachtendenen Positionen einfach vom Himmel.

Wenn wir über Nazis reden, müssen wir auch über Rassismus sprechen, sowohl über staatlich institutionalisierten, als auch über den individuellen, den wir alle gelernt und verinnerlicht haben und immer wieder auch nach außen tragen. Wenn über mittelalterlich wirkende fundamentalistische Aufmärsche geredet wird, darf über Sexismus nicht geschwiegen werden. Und wo wir schon feststellten, dass die fundamentalistischen Christ*innen und Nazis nicht vom Himmel fallen, müssen wir auch beim Thema Kapitalismus sowie den rechtsterroristischen Verwicklungen des Staates und seiner Geheimdienste deutliche Worte finden.

Deswegen wollen wir verschiedenen antifaschistischen, antirassistischen und antisexistischen Gruppen mit dieser Zeitung ein Forum bieten, um über ihre Arbeit zu berichten, Hintergrundinfos zu liefern und weitere inhaltliche Auseinandersetzungen anzustoßen. Für die einzelnen Texte sind die jeweiligen Gruppen selbst verantwortlich – gemeinsam ist allen die Unversöhnlichkeit mit den bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen.

Wir hoffen es ist uns gelungen die spannende und passende Lektüre zu liefern, die ihr lesen könnt, während ihr die beiden Aufmärsche durch eure vielfältigen Widerstandsaktionen stört. Wir wünschen euch erfolgreiche Aktionen am 03. und am 10. März und darüber hinaus in der kontinuierlichen politischen Arbeit gegen menschenverachtende Positionen und deren konkreten alltäglichen Ausdrucksformen.

Wir stören gerne!
 
Mit solidarischen Grüßen,
die Redaktion

 

Inhaltsverzeichnis:

- Aufruf: 365 / 24 / 7
Nazis stoppen, Abtreibungsgegner*innen abservieren,
den kapitalistischen Verhältnissen den Kampf ansagen!
 
- NSU: Nazis morden, der Staat mischt mit
Antifaschistisches Archiv Münsterland + Emanzipatorische Antifa Münster
 
- Gegen die Unmenschlichkeit
VVN-BdA Münster
 
- Fundamentalistische Christ_innen und aggressive Abtreibungsgegner_innen abservieren
1000 Kreuze stolpern lassen
Emanzipatorische Antifa Münster + Gegen 1000 Kreuze–Bündnis
 
- Gruppenbild mit Damen und frischen Wunden
Ein Abriss über Burschenschaften und deren Konstruktion von Geschlecht und Männlichkeit
Ladyfestgruppe Münster
 
- Die kapitalakkumulierende Gesellschaft und ihre eigentümliche Natürlichkeit
Plädoyer für eine progressive Kapitalismuskritik
Gruppe et2c
 
- Für ein Bleiberecht der Roma kämpfen
antirassistische initiative Münster
 
- Antiziganismus – was ist das denn?
antirassistische initiative Münster
 
- Antimuslimischer Rassismus
Emanzipatorische Antifa Münster
 
- Die sowjetische Variante des Marxismus
Versuch einer Kritik
Gruppe et2c
 
- Zuviel Ärger – zu wenig Wut!
Zwei Schritte vor und drei zurück – das Scheitern städtischer Privatisierung als Konfliktregulationsmodell
Freiraumtreffen Münster
 
- Adressen & Termine